Booser Doppelmaar

Traumpfad „Booser Doppelmaar“

Der Weg führt uns zu den ehemaligen Vulkanen der Eifel. Vor ca. 40 Millionen Jahren hat hier die Erde das erste mal gebrodelt.

Geparkt haben wir am Abzweig B 410 / L 94. Obwohl wir nicht so ganz früh starten, ist der der Parkplatz noch relativ leer. Bei der Rückkehr von der 3-Stunden Tour finden wir ein anderes Bild vor.

Direkt am Start verpassen wir den Einstieg in den Traumpfad. Das passiert, wenn man schon ganz am Anfang das Ende der Tour diskutiert. Doch das ist alles kein Problem. Bereits nach ein paar hundert Metern finden wir das Zeichen des gut beschilderten Wanderweges.

 

Booser Eifelturm

Schon nach kurzer Wegstrecke macht uns das Schild „Lavabombe“ neugierig. Man verlässt den Wanderweg hier ein wenig nach links und findet sich in einer kleinen

Aussicht

Senke wieder, die jedoch die Urgewalten vergangener Jahrtausende erkennbar macht. Blöcke von Vulkangestein liegen hier verstreut und machen einem schnell klar, welche Kräfte hier gewirkt haben müssen. Unterschiedliche Ablagerungsschichten treten zu Tage. Und über der Szene thront der „Booser Eifelturm“. Aus mächtigen Stämmen regionaler Hölzer ist er gefertigt. Der Aufstieg ist Pflicht.

Der Blick reicht in allen Richtungen weit in die Natur. Hohe Acht, „Grüne Hölle“,…….

Wir lassen uns an der Stelle Zeit und genießen einfach den Rundumblick.

Auf gut ausgebauten Wegen geht es weiter, mal über Wiesen, dann wieder auf schmalen Pfaden durch Wälder. Gerade jetzt im Frühling hält die Natur an jeder Biegung neue Überraschungen bereit.

Der Weg verläuft ohne größere Höhenunterschiede und kann auch von weniger geübten Wanderern problemlos gemeistert werden. Es gibt genügend Möglichkeiten zum rasten.

 Wir suchen uns ein ruhiges und gemütliches Fleckchen, um die üppige Pause anzutreten. Mit der Ruhe ist es allerdings schnell vorbei. Ob es an der Uhrzeit liegt, oder ob es sich rund

Pausensnack

gesprochen hat, was in unseren Rucksäcken schlummert, können wir nicht sagen. Jedenfalls sehen wir uns Heerscharen von Wanderern gegenüber, die die Bank passieren. Der Höhepunkt ist dann ein Geländewagen, der sich laut lärmend den Weg auf der anderen Seite des Baches sucht. Das Alles soll unsere Pause nicht trüben.

Gut gestärkt geht es auf die 2 Hälfte der Tour.

Die Landschaft zeigt sich von der besten Seite bei dem herrlichen Wetter. An einer Stelle verharren wir und überlegen, was hier einmal passiert sein muss. Man kann noch alte Wege erkennen und ein Abbaugebiet vermuten. Es soll bei der Vermutung bleiben. In einer alten Landkarte aus dem Jahr 1935 ist eine unnatürliche Böschung verzeichnet, ob hier aber tatsächlich Gestein abgebaut wurde, lässt sich nicht eindeutig klären. Für uns aber wieder ein Grund in Diskussionen zu verfallen.

Das Tal weitet sich und wir haben wieder freie Sicht. Wenn man nicht wüsste, dass hier einmal ein Krater gewesen wäre, man könnte es glatt übersehen. Wer genauer hinschaut, sieht jedoch die Ausmaße. Der Zweite ist komplett trocken gefallen.


Der Weg führt in weitem Bogen um den Einschnitt herum. Was an diesem Traumpfad sofort auffällt: die gute Beschreibung der Historie mit anschaulichen Tafeln.

Gut 10km zeigt am Ende unser GPS-Gerät an.

 

Tourenbeschreibung

Streckenlänge: 10,2 km – Gehzeit: 3:20 Std

(Fotos: Sir Johann)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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