Hochbermeler

Traumpfad „Hochbermeler“

Unser heutiger Startpunkt ist der Sportplatz oberhalb von Bermel, der jedoch momentan eher einem Freibad gleicht. Schnee und Regen haben hier ganze Arbeit geleistet.

Unser Blick geht in Richtung Hochbermel. Wir haben uns entschlossen, den Weg gegen den Uhrzeigersinn anzutreten. Bestraft werden wir auch prompt mit einem kernigen Anstieg, der sowohl Puls, Blutdruck und Körpertemperatur auf das richtige Maß bringt. Belohnt werden wir jedoch nach den ersten Gehminuten mit einem grandiosen Blick über den alten Bermeler Basaltbruch und weit in die Landschaft hinaus. Der Anstieg hat sich gelohnt.

Der weitere Weg bleibt nun erst einmal auf der gleichen Höhe. Entspannt schlendern wir den Weg nebeneinander her und genießen einfach die Ruhe der Natur.

Links des Weges kommen wir gerade an einer größeren Anzahl von Steinmännchen vorbei, die Wanderer im Laufe der Jahre hier platziert haben. Wir werden auf dem weiteren weg noch einmal auf eine größere Anzahl dieser Wegweißer treffen. Auffallend ist hier auch, der starke Bewuchs von Steinen und Baumstümpfen mit saftig grünem Moos. Eine echte Abwechslung im Grau des Winters.

Wir verlassen jetzt den breiten Weg scharf rechts und folgen dem unscheinbaren Pfad abwärts. Das ist übrigens ein Phänomen, das uns auf der ganzen Tour begleiten wird. Immer wieder laufen wir auf breiten und gut ausgebauten Naturwegen, um dann urplötzlich auf einen fast unsichtbaren kleinen Pfad abzuzweigen. Dank der hervorragenden Ausschilderung besteht jedoch keine Gefahr, den Weg zu verlieren. Wir haben zur Unterstützung, aber auch zur Wegedokumentation zusätzlich einen GARMIN am Rucksack baumeln.

Der Weg ist das Ziel und wir genießen den Wechsel zwischen Baumbestand, kleinen Bächen und Weitblicken auf der gesamten Strecke.

Die nächste Rast legen wir am verlassenen Köhlerplatz ein. Hier hat man authentisch eine alte Köhlerhütte errichtet. Vor hunderten von Jahren brannten hier Kohlemeiler. Heute erinnert eine Hinweistafel und die Steinhütte an diese historische Stelle.

 Nur ein paar Meter weiter holt sich die Natur wieder alles zurück, was ohnehin ihr gehört. Alte bemooste Baumstämme liegen quer über den weg und warten darauf, wieder zu zerfallen oder anderen Waldbewohnern ein neues Zuhause zu geben. Da das nicht überall der Fall ist, hat hier der Mensch ein wenig Hand angelegt, und ein riesiges Insektenhotel mit anschaulichen Tafeln über Käfer und gefiederte Waldbewohner installiert.

Langsam nähern wir uns Fensterseifen. Nur ein paar Häuser sind es, aber diese oft mit prächtigem Fachwerk. Ein echtes Kleinod.

Nun steigt der Weg am Ortsrand wieder ein wenig an und wir gewinnen schnell die Höhe rund 500m.

Mal Weg, mal Pfad laufen wir nun entlang der Höhenlinie und entlang des alten Basaltbruches, den wir zu Beginn der Route von Oben eingesehen haben.

Der schmale Pfad lässt uns sowohl ein wenig in den Bruch hineinblicken, lässt uns aber auch weit in die Eifel hinausschauen. Weit unten sehen wir die teilweise gewagt farbigen Häuser von Bermel.

Nur noch ein paar hundert Meter und wir erreichen wieder unser Wandermobil.

Fasst man es kurz zusammen: ein Traumpfad, der aufgrund seiner Wegeführung und auch Wegeauswahl (mal breit mal schmal) viel Raum für Entdeckungen, aber auch zum Träumen lässt.

Tourenbeschreibung

Streckenlänge: 10 km – Gehzeit: 3:00 Std

Base Camp by GARMIN ®

 

© Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz

(marabu-koblenz)