Nette-Schieferpfad

Traumpfad „Nette-Schieferpfad“

Heute befindet sich der Parkplatz im kleinen Örtchen Trimbs.

Schon am Ortseingang befindet sich die Ausschilderung des Wanderparkplatzes.

Direkt am Start überqueren mir Nette und folgen dem Bach Richtung Quelle. Hier haben wir noch die Ortsumfahrung über uns. Doch bereits nach ein paar Metern biegt der Weg leicht rechts ab und der Straßenlärm ist vergessen.

Nach einem kurzen Wegstück kommen wir an ein Hinweisschild, dass der reguläre Weg bei schlechtem Wetter (Regen und Schnee) sehr rutschig sei und eine Umgehung möglich sei. Trotz Schnee entscheiden wir uns für den Steilen „Normalweg“. Er führt uns auch an dem kleinen Wasserrad vorbei, das hier jemand mit viel Liebe in einen kleinen Seitenbach der Nette installiert hat.

Dass das Hinweisschild seine Berechtigung hat, spüren wir auch sofort. Der weg führt hier senkrecht zu den Höhenlinie den Wald nach oben. Trotz Minus 8 Grad, die uns das Thermometer anzeigt, sind wir in 2 Minuten auf Betriebstemperatur. Oben angekommen wird der Weg deutlich flacher.

Wir wandern nun auf einem naturbelassenen Weg am Waldrand entlang, um dann auch wieder auf schmalen Pfad langsam wieder an Höhe zu verlieren. Plötzlich stehen wir auf einem asphaltierten Weg: die alte Bahnstrecke, die heute als Radweg ausgebaut hier. Direkt neben uns der Eingang des Rund 500m langen Tunnels. Wenn ich so auf der Strecke kann ich fast die Lichter des Zuges sehen, der hier vor vielen Jahren gefahren sein muss. Heute begegnen einem hier Wanderer, Radler und Skater.

Unser Wanderweg wendet sich aber in entgegengesetzter Richtung und führt uns ca. 200m direkt ins Dunkel des nächsten Tunnels. Auf einer Länge von rund 250 m verschwinden wir in der Dunkelheit, um direkt am Mundloch in einer 180°-Kurve wieder im Wald zu verschwinden. Wir wandern nun parallel aber hoch über der Nette. Der Winter kommt uns jetzt zu Gute. Vermutlich könnten wir bei normaler Belaubung der Bäume das lange Viadukt, über das sich die Züge einst bewegten, links von uns nicht erkennen.

Der Pfad führ leicht bergab und bringt uns der Nette immer näher, an deren Ufer wir hier schließlich entlang wandern. Eine schmale eiserne Brücke bringt uns über den Bach. Schon hier hört man das Rauschen des Wasserfalls. Hier stürzt die Nette ein paar Meter in die Tiefe. Ein lohnendes Motiv für die Fotografen. Vorsicht ist an der Abbruchkante des Ufers geboten.

Wenn wir uns nieder dem Wanderweg zuwenden, überqueren wir die Nette erneut über eine schmale Brücke. Das ist übrigens eine besonders interessante Stelle, da hier auch die Fische ihren eigenen Wanderweg besitzen (Umgehung des Wasserfalles). Mit ein wenig Glück kann man hier auch den bunten Eisvogel beim Jagen beobachten.

Vorbei am Fischweiher der Angler und die Straße zwischen Hausen und dem Nettehof überqueren. Nun geht es wieder ein wenig nach Oben.

Hier stößt man auf alte Relikte des Schieferabbaus. Einst wurden die Stollen in den Berg getrieben. Heute dienen sie als Zuflucht der Fledermäuse. Daher bitte ein wenig Ruhe walten lassen.

Teilweise ist der Pfad nun recht schmal und ein wenig Trittsicherheit ist gefragt. Besonders bei nassem Wetter können die Steine hier recht rutschig sein. Bald sehen wir unter uns Trimbs. Wir umgehen den und laufen über die Felder um nach kurzer Wegstrecke die L 113 am Ortseingang Trimbs zu überqueren.

Und wieder geht es nach oben. Schließlich wollen wir ja die Ausblicke genießen, die sich jetzt vor uns eröffnen. Auf der einen Seite die weite der Natur, auf der anderen Seite das tief eingeschnittene Tal der „Trimbser Schweiz“.

Auf dem Abstieg wird der Weg wieder etwas „kerniger“. Teilweise sind große Steinstufen zu passieren und kleiner Felsabsätze zu überwinden.

Auch hier wieder ein wenig Vorsicht walten lassen.

Im wilden Zick-Zack führt uns der Weg in Tal zur Nette. Immer wieder gibt es grandiose Ausblicke.

Der Fluss zeigt uns jetzt den weiteren Verlauf des Weges in Richtung Trimbs zurück.

Heute haben wir unterwegs übrigens noch ein „Wanderpaar“ getroffen und über die Hälfte des Weges gemeinsam erlebt.

Am Auto angekommen sind sich 4 Personen einig: wieder ein Traum(Pfad), der erwandert werden möchte und der für Jeden, ob Alt oder Jung, sportlich oder einfach nur gemütlich Highlights bereit hält.

Tourenbeschreibung

Streckenlänge: 9 km – Gehzeit: 2:39 Std

© Base Camp by GARMIN ®

 

© Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz

(marabu-Koblenz)